Der Weinballon ist soweit vorbereitet.
Wie bereits schon gesagt, hatten wir in diesem Jahr folgendes Problem:
Das Wetter war bekanntlich nicht so, wie man es sich als alter Weinbauer wünscht. Im April/Mai war es mal sehr warm danach war der Sommer saumäßig. Das hatte zur Folge, dass die Süße der Trauben nicht recht zu Potte kam.
Am 14/08/2011 haben Thorsten und ich die ein oder andere Traube aufs Oechslemeter geworfen. (dazu wird etwas Traubensaft auf das Refraktometer aufgebracht und man kann auf einer Skala den Oechsel-Grad ablesen. Es wird damit also die Konzentration, hier also i.W. Zuckergehalt im Saft ermittelt. Es dient somit der Reifebestimmung der Trauben und gibt Aufschluss über den optimalen Erntezeitpunkt und damit den späteren Alkoholgehalt) Im Mittel sollte der Grad zwischen 70 und 80 Grad Oechsle liegen.)
Bei unserer Messung lag der Oechselgehalt gerade mal bei schlappen 30 Grad. So schmeckten dann auch die Trauben (würg, schüttel…)
Die Trauben mussten also noch länger an der Rebe haften bleiben. Seit dem sind 6 Wochen vergangen. Da das Wetter bessser war und die Trauben nun deutlich süßer schmecken müssen wir an diesem Wochenende unbedingt ernten. Damit konnte ich allerdings den Oechselgehalt nicht noch einmal bestimmen. (Hoffentlich reicht es…)
Da ich, wie üblich, mit wenig Zeit ausgestattet bin, haben wir heute die Lese und das Rebelen miteinander verquickt und so die Trauben direkt gepflückt.
Das ich im Februar/März zu wenig Reben aus den Weinstöcken geschnitten hatte, zeigt sich nun.: Viele Trauben sind nicht gewachsen, sind klein und grün zwischen den roten Trauben. Im nächsten Jahr muss ich also einen größeren Rückschnitt vornehmen. Vielleicht werden die Trauben dann auch größer.
Dafür, dass es sich bei meinen Rebstöcken nur um zwei handelt ist die Anzahl der Reben echt erstaunlich. Dadurch, dass ich die Trauben nun bis Ende September hängen lassen musste, hatte zur Folge, dass an jeder Rebe die Hälfte der Trauben geplatzt oder angefressen waren. Deshalb habe ich mich, entgegen meiner ursprünglichen Absicht, die Maische zu schwefeln. Die Gefahr die „falsche“ Mikrobiologie im Ballon zu haben, ist mir bei dem Zustand der Reben einfach zu hoch.
So jetzt unsere Liste ergänzt:
- Trauben
- Gärgefäß
- Reinigungsmittel
- Gärkappe
- Gäraufsatz
- saubere Gartenschere
- Sammelgefäß (Kiepe oder Kiste, Wäschewanne)


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